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Bericht von Trend Micro enthüllt florierendes Online-Geschäft mit Fake News

Einjährige Kampagne zur Beeinflussung von Wahlen kostet nur 400.000 US-Dollar

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Hallbergmoos, 13. Juni 2017 – Eine neue Studie von Trend Micro zeigt erstmalig den Umfang des Online-Angebotes von Fake News auf. Eine 12-monatige Kampagne zur Beeinflussung des Ausgangs einer Wahl gibt es beispielsweise bereits für 400.000 US-Dollar.

Der umfassende Bericht erklärt auf 81 Seiten die Vorgehensweise zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Diese beginnt mit dem Auskundschaften der Zielgruppe und der Vorbereitung und Nutzbarmachung einer gefälschten Meldung. Darauf folgt die Verbreitung und Instrumentalisierung in sozialen Netzwerken. Danach wird die Falschmeldung durch zusätzliche Propaganda-Maßnahmen künstlich am Leben erhalten.

Am Ende dieses Kreislaufes wird die Öffentlichkeit oft gezielt durch ein neues Thema abgelenkt, wodurch ein neuer Fake-News-Zyklus beginnt.

„Da Fake News zunehmend verbreitet sind, fangen die Menschen an, sich zu fragen, inwieweit ihre Entscheidungen und Einstellungen zu politischen Kampagnen wie Wahlen unterschwellig beeinflusst wurden“, sagt Bharat Mistry, Principal Security Strategist bei Trend Micro. „Unser Bericht untersucht, wie ein Ökosystem im Untergrund Fake News produziert, sie auf dem Schwarzmarkt anbietet und dort zu Geld macht. Seitdem Fake News als Dienstleistung angeboten werden ist es einfacher als je zuvor, soziale Netzwerke und andere Online-Plattformen zu manipulieren und darüber die öffentliche Meinung zu beeinflussen.“

Der Bericht deckt zahlreiche Seiten im Darknet auf, die Fake News als Dienstleistung anbieten. Diese bauen oft auf bewährten Tricks auf, wie Black Hat SEO (missbräuchliche Suchmaschinenoptimierung), Klickbetrug und Bot-Traffic (von automatisierten Programmen erzeugter Besucherverkehr auf Internetseiten).

Die Seiten, auf denen diese Dienstleistungen angeboten werden, bieten ihren Kunden Anonymität, egal ob es sich dabei um Personen, Organisationen oder staatliche Akteure handelt, die die öffentliche Meinung beeinflussen wollen.

Der Bericht skizziert anhand echter Angebote, wie man zum Beispiel für 200.000 Dollar eine Kampagne kaufen kann, die öffentliche Proteste auslösen soll. Die Diskreditierung eines Journalisten kann für 55.000 Dollar erworben werden. Das Erschaffen einer prominenten Kunstfigur mit 300.000 Followern ist bereits für 2.600 Dollar zu haben.

Derartige Angebote enthalten üblicherweise folgende Dienstleistungen: Anlegen gefälschter Profile und Gruppen in sozialen Netzwerken, Entwicklung der gefälschten Inhalte („Fake News“) und die Erzeugung von Likes und Retweets für eine rasante Verbreitung. Sogar die Errichtung täuschend echter Nachrichtenseiten gehört zum Repertoire der Kriminellen.

Gegen eine Extragebühr können auch mehrere „Nachrichtenportale“ gekauft werden, die gegenseitig auf ihre Beiträge verlinken und diesen dadurch den Anschein von Authentizität verleihen.

Der Bericht geht zudem auf regionale Unterschiede im Angebot für Fake News zwischen China, Russland, dem Nahen und Mittleren Osten und dem englischsprachigen Raum ein.

In China können zum Beispiel gefälschte Online-Meldungen bereits für 100 Chinesische Yuan (ca. 13 Euro) erworben werden. In Russland kann man ein Youtube-Video für 35.000 Rubel (ca. 545 Euro) zwei Minuten lang auf der YouTube-Startseite platzieren.

Der Bericht beschreibt ebenfalls die Verbreitung von Fake News durch Individuen in sozialen Medien, zum Beispiel das bewusste Teilen gefälschter Bilder von Opfern des Bombenanschlages in Manchester.

Abschließend gibt der Bericht Hinweise für Nutzer, wie sie dazu beitragen können, die Auswirkungen von Fake News zu verringern. Dazu gehört die Überprüfung von Schlagzeilen und Nachrichten durch Gegenkontrolle bei renommierten Medienhäusern, die Recherche der genannten Autoren sowie das Lesen von Artikeln über die Schlagzeile hinaus.

„Wir möchten die Öffentlichkeit darüber aufklären, wie einfach die öffentliche Meinung manipuliert werden kann und hoffen, dass die Menschen dadurch gegen derartige Methoden resistenter werden“, so Mistrys Fazit.

Weitere Informationen

Sie finden den Bericht hier zum Download. 

Über Trend Micro

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Weitere Informationen zum Unternehmen und seinen Lösungen sind unter www.trendmicro.de verfügbar, zu aktuellen Bedrohungen unter blog.trendmicro.de sowie blog.trendmicro.ch. Anwender können sich auch unter @TrendMicroDE informieren.