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Warnung vor gezielten Angriffen: Trojaner „BIFROSE“ befällt jetzt auch UNIX-Systeme

Neueste Waffe im Arsenal der Cyberspione hinter der Operation „Shrouded Crossbow“

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Hallbergmoos, 3. März 2016. Unix- und Unix-ähnliche Systeme sind typischerweise auf Servern, Workstations und sogar mobilen Geräten in Behörden und Unternehmen zu finden. Wer Zugriff auf diese Systeme erlangt und sie kontrolliert, dem winkt eine lukrative „Beute“: Firmen- und Regierungsgeheimnisse. Zu diesem Zweck haben die kriminellen Hintermänner der Operation „Shrouded Crossbow“ den Trojaner „BIFROSE“ für Angriffe auf Unix-Systeme aufgerüstet. Bei der Operation „Shrouded Crossbow“ handelt es sich um eine professionell agierende Gruppe von Cyberspionen, die es mit ihren gezielten Angriffen auf Unternehmen und Regierungsbehörden abgesehen hat.

Die Bedrohungsforscher des japanischen IT-Sicherheitsanbieters Trend Micro sind den Cyberspionen der Operation „Shrouded Crossbow“ seit dem letzten Quartal des vergangenen Jahres auf der Spur. So hat diese kriminelle Gruppe nicht nur für Unix, sondern auch für Windows verschiedene BIFROSE-Varianten entwickelt und für gezielte Angriffe verwendet. Dabei hatten die Kampagnen der Operation „Shrouded Crossbow“ Regierungsbehörden und regierungsnahe Firmen, aber auch Unternehmen aus der Computer- und Unterhaltungsindustrie, dem Gesundheitswesen und der Finanzbranche im Visier.

Gefährliche Seitwärtsbewegungen
Die Analyse von BIFROSE für Unix durch die Trend Micro-Forscher ergab, dass diese Variante als eine Komponente in einem gezielten Angriff sich insbesondere für Seitwärtsbewegungen in einem Netzwerk eignet. Bei diesen Bewegungen handelt es sich um eine Methode, um von einem infizierten, aber für die jeweilige Organisation weniger wichtigen und deshalb eventuell weniger gut geschützten System zum eigentlichen Ziel vorzudringen. So lässt sich der Trojaner BIFROSE zum Beispiel für die Kontrolle eines Linux-Servers im Netzwerk des Opfers nutzen. Die Infektion fällt dort weniger auf, so dass die Angreifer genügend Zeit haben, um ihre eigentliche Beute auszuspähen und am Ende zu entwenden.

Welche BIFROSE-Variante – für Windows- oder Unix-Systeme oder für beide – zum Einsatz kommt, entscheiden die Cyberspione offenbar je nach Bedarf. Der Schädling kann jedenfalls in allen Varianten mit der Serverkonsole der ursprünglich für Windows entwickelten Version kommunizieren.

Spionageaufklärung und -abwehr
Infektionen wie solche durch BIFROSE sind schwer zu entdecken. Denn die professionellen Cyberspione dahinter nutzen diverse Tarnmechanismen und betreiben eine „Qualitätssicherung“, so dass traditionelle AV-Lösungen bei Befall keinen Alarm schlagen.

Behörden und Unternehmen sollten deshalb über den Einsatz von Lösungen zum Schutz vor zielgerichteten Angriffen nachdenken. Derartige Lösungen sind speziell dafür konzipiert, verdächtiges Verhalten in einem Netzwerk aufzuspüren und das Infektionsrisiko unter anderem durch intelligente Sandbox-Technologien zu senken.

Erste Hilfe für Sicherheitsprofis
Haben Sicherheitsexperten in Behörden und Unternehmen den Verdacht, Opfer eines gezielten Angriffs zu sein, müssen sie schnell reagieren. Die von Trend Mirco zusammengestellten „Sieben Punkte für die Suche nach Anzeichen eines gezielten Angriffs“ können dabei helfen, erste Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Weitere Details zu BIFROSE für Unix finden sich im deutschsprachigen Trend Micro-Blog.

Über Trend Micro

Als einer der weltweit führenden IT-Sicherheitsanbieter verfolgt Trend Micro das Ziel, eine sichere Welt für den digitalen Datenaustausch zu schaffen. Die innovativen Lösungen für Privatanwender, Unternehmen und Behörden bieten mehrschichtigen Schutz für Rechenzentren, Cloud-Umgebungen, Netzwerke und Endpunkte.

Die Lösungen von Trend Micro sind für führende Umgebungen wie Amazon Web Services, Microsoft® und VMware® optimiert. Mit ihnen können Organisationen den Schutz ihrer wertvollen Daten vor aktuellen Bedrohungen automatisieren. Die miteinander kommunizierenden Produkte bilden einen vernetzten Schutzmechanismus, der durch zentrale Transparenz und Kontrolle eine schnellere und bessere Absicherung ermöglicht.

Zu den Kunden von Trend Micro zählen 45 der Top-50-Unternehmen der Fortune® Global 500 sowie alle der zehn jeweils führenden Unternehmen in den Branchen Automotive, Bankenwesen, Telekommunikation und Erdöl.

Mit nahezu 6.000 Mitarbeitern in über 50 Ländern und der fortschrittlichsten Analyse globaler Cyberbedrohungen schützt Trend Micro zuverlässig vernetzte Unternehmen.
Die deutsche Niederlassung von Trend Micro befindet sich in Hallbergmoos bei München. In der Schweiz kümmert sich die Niederlassung in Wallisellen bei Zürich um die Belange des deutschsprachigen Landesteils, der französischsprachige Teil wird von Lausanne aus betreut; Sitz der österreichischen Vertretung ist Wien.

Weitere Informationen zum Unternehmen und seinen Lösungen sind unter www.trendmicro.de verfügbar, zu aktuellen Bedrohungen unter blog.trendmicro.de sowie blog.trendmicro.ch. Anwender können sich auch unter @TrendMicroDE informieren.